„Von Menschen für Menschen - aus der Region für die Region.“

fblink

LAG Arbeit Schleswig-Holstein: Soziale Teilhabe durch arbeitsmarktpolitische Angebote sichern

Bundesnetzwerk für Arbeit und soziale Teilhabe im Dialog mit Bundestagsfraktionen / Soziale Organisationen setzen sich für Wegfall der Fristen im Teilhabechancengesetz ein

 

Kiel/Berlin, 05.06.2021 – Die LAG Arbeit und das Bundesnetzwerk für Arbeit und soziale Teilhabe setzen sich für die doppelte Entfristung des Teilhabechancengesetzes ein. Dabei handelt es sich um die Entfristung des gesetzlichen Instruments und um die Entfristung des Teilnahmezeitraums der Teilnehmenden in den Projekten. Hinzukommen müsse zudem eine Übernahme von In¬¬frastrukturkosten für Gemeinwesen-Dienstleistungen ohne oder mit sehr geringer Einnahmeerwartung. „Das Recht auf soziale Teilhabe steht allen Menschen zu, auch im Leistungsbezug. Gerade sozial benachteiligten Gruppen wie Langzeitarbeitslosen muss eine sinnstiftende Perspektive durch Beschäftigung aufgezeigt werden“, erklärte der LAG-Vorsitzende Martin Meers. Menschen mit Hilfebedarf dürften nicht aus dem Fokus rücken. Die LAG Arbeit ist Mitglied im Bundesnetzwerk für Arbeit und soziale Teilhabe.

Um die Vorstellungen der sozialen Organisationen zu erläutern und Perspektiven für soziale Teilhabe in der nächsten Legislaturperiode aufzuzeigen hat das Bundesnetzwerk im Juni den fachpolitischen Dialog mit den im Bundestag vertretenen Fraktionen gefunden. Ziel ist es, langzeitarbeitslosen Menschen über soziale Teilhabe einen entscheidenden Ausweg aus ihrer prekären Situation zu ermöglichen.

An der Diskussion teilgenommen haben die Bundestagsabgeordneten Martin Rosemann (SPD), Beate Müller-Gemmeke (Bündnis 90/Die Grünen), Pascal Kober (FDP) und Jessica Tatti (Die Linke). Alle Fachleute waren sich einig, dass eine langfristige Perspektive für soziale Teilhabe durch ein Regelinstrument geschaffen werden müsse. Die politischen Vertreterinnen und Vertreter wollen sich dafür in den Koalitionsverhandlungen nach der Bundestagswahl einsetzen.
Die Mitglieder des Bundesnetzwerkes wünschen sich sehr, dass insbesondere Beate Müller-Gemeke von den Grünen mit ihren fachpolitischen Positionen eine breite Unterstützung findet. Aber auch CDU/CSU, SPD, FDP und Linke sollten sich nach Ansicht der Bundesorganisation der doppelten Entfristung wie auch Infrastrukturleistungen gegenüber offen zeigen und eine klare Perspektive für die soziale Teilhabe von langzeitarbeitslosen Menschen schaffen. „Menschen im Leistungsbezug sollen im Wahlkampf für alle Parteien eine wichtige Rolle spielen. Unabhängig von der Regierungskonstellation muss das Teilhabechancengesetz
verbessert werden. Gern stehen wir hierfür beratend zur Seite“, so der LAG-Vorsitzende Martin Meers.

martin meers
Martin Meers, Vorsitzender der LAG Arbeit Schleswig-Holstein. (Foto: AWO BA)

LAG Arbeit Schleswig-Holstein
Die LAG Arbeit Schleswig-Holstein ist ein Zusammenschluss von Beschäftigungs- und Qualifizierungsunternehmen im nördlichsten Bundesland. Die Landesarbeitsgemeinschaft fördert den fachlichen Austausch, beteiligt sich aus Expertensicht an der Gestaltung der Berufsbildungs- und Arbeitsmarktinstrumente und informiert über die Entwicklungen der Arbeitsmarktpolitik auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene.

Bundesnetzwerk für Arbeit und soziale Teilhabe
Das Bundesnetzwerk für Arbeit und soziale Teilhabe ist ein Verbund von rund 240 arbeitsmarktlichen Dienstleistern in den Landesarbeitsgemeinschaften und Verbänden für Arbeit in Baden-
Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern,
Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen. Die Praktiker in den Organisationen entwickeln ihre Erkenntnisse im Umgang mit arbeitslosen Menschen bei der Umsetzung von Angeboten der Aktivierung, Ausbildung, Weiterbildung und Beschäftigung.