AWO NEWS

2000 Euro für Tafel und Sozialkaufhaus in Glückstadt
Sparkasse Westholstein unterstützt soziales Engagement
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Sozialkaufhaus Hohenlockstedt: Spende der Sparkasse Westholstein
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Gesucht: Gute Möbel für die Sozialkaufhäuser Geesthacht und Lauenburg
Bei der AWO Bildung und Arbeit werden die Waren knapp
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Sozialkaufhaus Ratzeburg: Ranzenaktion zum Schulstart
Gut erhaltene Schulsachen für Abc-Schützen aus bedürftigen Familien
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Wenn Spenden nicht mehr abgeholt werden können
Glückstädter Tafel sucht nach ehrenamtlichen Fahrern
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In vier Schritten raus aus der Arbeitslosigkeit

Neues EU-gefördertes Projekt im Kreis Pinneberg / AWO Bildung und Arbeit bietet intensives Coaching an

Elmshorn – Wer längere Zeit ohne Beschäftigung war, hat es nicht leicht, zurück in den Arbeitsmarkt zu finden. Oft sind es Krankheiten oder andere Wechselfälle des Lebens, die Menschen aus dem Berufsleben geworfen haben. Die AWO Bildung und Arbeit hat daher in Kooperation mit dem Jobcenter im Kreis Pinneberg ein neues Projekt gestartet. Ermöglicht wird das Projekt über eine Förderung durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) und das Land Schleswig-Holstein. Die AWO BA hatte dazu an einem Ideenwettbewerb teilgenommen und den Zuschlag erhalten, ihr Konzept im Kreis Pinneberg umzusetzen. Im Rahmen des Landesprogramms Arbeit Aktion B1 – Neue Wege in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat das Team der AWO Bildung und Arbeit im Januar 2020 mit der Arbeit begonnen.

„Die Teilnahme an unserer Maßnahme ist freiwillig. In der Regel werden die Interessenten über die Jobcenter vermittelt, die unser Konzept kennen“, erläutert der Leiter des Projektteams, Martin Hellmund. Wer sich beraten und auf dem Weg zurück in den Beruf begleiten lassen möchte, sollte älter als 25 sein, Arbeitslosengeld II beziehen und seinen Wohnsitz im Kreis Pinneberg haben. In vier Schritten unterstützt das Projekt arbeitssuchende Menschen den eigenen Weg in ein selbstbestimmtes Leben zu finden.

Im ersten Schritt werden die individuellen Fähigkeiten und Erfahrungen, aber auch berufliche und fachliche Perspektiven ermittelt. „Die AWO Bildung und Arbeit verfügt über gute Kontakte zu Arbeitgebern in der Region. Gemeinsam suchen wir im zweiten Schritt einen Betrieb, in dem der Teilnehmende seine Fähigkeiten erproben kann. Die Arbeitszeiten und Arbeitsabläufe richten sich nach den individuellen Bedürfnissen und Qualifikationen. Möglich ist auch eine Erprobung in verschiedenen Berufsfeldern und Betrieben.“ so Hellmund.

Nach der Arbeitserprobung werden im dritten Schritt die praktischen Kenntnisse und Fähigkeiten weiter ausgebaut. Begleitend dazu werden Qualifizierungen und Fortbildungsmodule angeboten. Im Idealfall erfolgt dann die Aufnahme einer regulären Arbeit. Auch in diesem vierten und letzten Schritt stehen die Coaches weiterhin den Projektteilnehmenden bei der Klärung von Fragen nach der Arbeitsaufnahme zur Seite.

Insgesamt ist das zweijährige Projekt für 30 arbeitssuchende Menschen geplant. Die Unterstützung ist immer auf die individuellen Bedürfnisse des Teilnehmenden ausgelegt. Der Teilnahmezeitraum beträgt durchschnitllich zwölf Monate und kann bei Bedarf verkürzt oder auch verlängert werden. Die Begleitung durch das Projekt erfolgt verhältnismäßig engmaschig und soll so den nachhaltigen Wiedereinstieg ins Berufsleben erleichtern.

„Von Arbeitgebern bekommen wir die Rückmeldung, dass sie bereit sind, Menschen eine Arbeitserprobung zu ermöglichen. In vielen Branchen wie z.B. Hauswirtschaft und Service sowie Pflege und Gesundheitswesen stellen wir zudem fest, dass Arbeitgeber zum Beispiel bereit sind höhere Löhne zu zahlen.“

team ichwilldaslernen 2020

Das Projektteam (v.li.): Martin Hellmund, Susanne Siemsen, Stephanie Werner, Sina Frost und Mirta Gayo (Foto: AWO BA/Kienitz)